Schutz im Netz: Spule sei Dank!

Mit großen Geräten arbeiteten die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) in der vergangenen Woche in Elberfeld: Eine 110 kV-Hochspannungsspule im Umspannwerk Wilbergstraße wurde ausgetauscht.


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Die 110 kV-Hochspannungsspule musste gewechselt werden, da sie nach 52 Jahren Lebensdauer nicht mehr funktionierte. 20 Tonnen bringt die Spule auf die Waage. Um solch ein Schwergewicht auszubauen und wieder einzusetzen, brauchte es spezielles Gerät: einen Tieflader für den Transport sowie einen mobilen Kran mit einer Tragkraft von 230 Tonnen und einem besonders langen Ausleger. Denn der Kran musste eine erhebliche Distanz überbrücken, um den Tieflader zu erreichen, da dieser nicht unmittelbar bis an das Umspannwerk vorfahren konnte.

In einem Stromnetz sind mehrere Hochspannungsspulen verbaut. Die Hauptfunktion einer solchen Spule besteht darin, zur Stabilität und Sicherheit des Stromnetzes beizutragen. Wenn etwas im Stromnetz kaputtgeht, zum Beispiel die Isolierung eines Kabels, kann der Strom aus dem Inneren des Kabels direkt zur Erde fließen. Das nennt man Fehlerstrom. Normalerweise müsste man dann den betroffenen Netzbereich sofort abschalten, weil das gefährlich werden kann. Die Hochspannungsspule greift in dieser Situation aktiv ein. Sie gleicht den Fehlerstrom aus, sodass das Stromnetz stabil bleibt. Dadurch müssen die Techniker das Netz nicht direkt abschalten. Sie haben Zeit, den Fehler zu finden und zu reparieren, ohne dass bei den Haushalten der Strom ausfällt. Diese Spule sorgt also dafür, dass Stromausfälle vermieden werden können.

Die WSW als zentraler Stromversorger der Region betreiben das lokale Stromnetz über alle Spannungsebenen hinweg und stehen als zuverlässiger Partner für eine nachhaltige und zukunftsorientierte Energieversorgung. Im WSW-Umspannwerk Wilbergstraße wird elektrische Energie von der Hochspannungsebene (110.000 Volt) auf Mittelspannung (10.000 Volt) transformiert und anschließend an 10-kV-Stationen für die Nutzung in Haushalten und Betrieben weiterverteilt.

WSW Wuppertaler Stadtwerke GmbH direkter Link zum Artikel