Schwerpunkt‐Aktion: Verkehrsüberwachung schleppt 24 Fahrzeuge ab

In einer Schwerpunkt‐Aktion gegen Falschparker hat das Amt für öffentliche Ordnung am Freitagabend, 1. August, Bereiche der Stuttgarter Innenstadt intensiv kontrolliert.


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Im Fokus des Einsatzes standen Falschparker, die im Umfeld des Rathauses sowie auf angrenzenden Straßen und Plätzen Kurvenbereiche versperrten oder auf Fußwegen parkten. Die zahlreichen Restaurants und Cafés, Kneipen und Bars dort steuern vor allem in den Abendstunden viele Gäste an.

Jetzt zieht die Stadt Bilanz: In der Zeit von 22 bis 2 Uhr waren fünf Abschleppunternehmen wiederholt im Einsatz. Die städtische Verkehrsüberwachung musste dabei 24 Fahrzeuge entfernen lassen. Neun Personen eilten hinzu und konnten ihr Fahrzeug vor dem Abschleppvorgang umparken. Sie müssen jedoch die Anfahrtskosten des Abschleppunternehmens zahlen. Die meisten Fahrerinnen und Fahrer zeigten sich einsichtig.

 

765 Verwarnungen im laufenden Jahr

Das Polizeipräsidium Stuttgart unterstützte die Abschleppaktion: Ihre Einsatzkräfte waren an den Brennpunkten unterwegs und meldeten unterstützend Falschparker an das mobile Beschwerdeteam, das anschließend abschleppen ließ. Die Beamten blieben vor Ort und führten verkehrserzieherische Gespräche mit den Fahrerinnen oder Fahrern der Fahrzeuge.

Die Verkehrsüberwachung der Stadtverwaltung ist in diesem Bereich tagsüber wie abends regelmäßig vor Ort. Allein im laufenden Jahr 2025 musste sie bereits 765 Verwarnungen für illegale Parkvorgänge in dem genannten Bereich erteilen. Im ganzen Innenstadtbereich zeigt die städtische Verkehrsüberwachung insgesamt eine hohe Präsenz und nimmt derzeit auch das Umfeld des Rathauses besonders in den Fokus. Die Maßnahme soll ein deutliches Signal an alle Verkehrsteilnehmenden senden, die Parkvorschriften im Stadtgebiet ernst zu nehmen.

 

Wenn Sie mit dem Auto kommen, dann parken Sie auf legalen Parkplätzen oder einfach in den zahlreichen angrenzenden Parkhäusern.

 

Susanne Scherz, Leiterin des Amts für öffentliche Ordnung

„Falschparker in Fußgängerzonen, vor Querungsstellen, in Kurvenbereichen oder auf Behindertenstellplätzen sind nicht tolerierbar“, erläutert Susanne Scherz, Leiterin des Amtes für öffentliche Ordnung. „Die Sicherheit im Straßenverkehr für Fußgänger, Radfahrer oder in ihrer Mobilität eingeschränkte Personen sowie die Erreichbarkeit für Rettungsdienste haben oberste Priorität.“ Scherz appelliert: „Auch für nächtliche Besucher der Innenstadt, die nicht ortsnah wohnen, gilt: Nutzen Sie die vielfältigen Angebote des ÖPNV oder Taxen! Wenn Sie mit dem Auto kommen, dann parken Sie auf legalen Parkplätzen oder einfach in den zahlreichen angrenzenden Parkhäusern.“

 

Mehr Kontrolle gegen unerlaubtes Parken in der Innenstadt

Grundsätzlich müssen die Fahrzeugverantwortlichen mit mehreren hundert Euro Kosten für das Abschleppen und darüber hinaus mit Bußgeldern rechnen. Auch für Fahrzeughalter, die ihre Autos noch rechtzeitig vor dem Abschleppen umparken, fallen erhebliche Kosten an. Diese Kosten umfassen sowohl Bußgelder als auch die Anfahrt des Abschleppfahrzeuges.

Die Landeshauptstadt Stuttgart weist darauf hin, dass wiederholtes, gravierendes Falschparken nicht nur zu höheren Bußgeldern führen kann, sondern im Einzelfall auch andere, schärfere Folgen nach sich ziehen könnte. So können gegen Personen, die bereits mehrfach gegen die geltenden Parkvorschriften verstoßen haben, beispielsweise eine Fahrtenbuchauflage oder in letzter Konsequenz der Entzug des Führerscheins verhängt werden.

Die Landeshauptstadt Stuttgart prüft über verstärkte Kontrollen hinaus weitere Schritte, um das unerlaubte Parken im Innenstadtbereich zu regulieren. Nachdem im Kurvenbereich installierte Baken Wirkung zeigen, werden derzeit bauliche Optionen, wie zum Beispiel die Installation von Pollern, die Umgestaltung von Flächen oder andere physische Barrieren diskutiert, um die Aufenthaltsqualität in diesem zentralen Bereich zukünftig zu erhöhen. „Unser Ziel ist es, eine dauerhafte Lösung zu finden, die nicht nur die Verkehrssituation verbessert, sondern hierdurch auch zu einer Aufwertung des Rathausumfeldes beiträgt“, sagt Scherz.

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