System zur Kollisionswarnung für Stadt- und Straßenbahnen

Radar- und Videosensoren als Beifahrer

Automatisierung und Fahrerassistenzsysteme von Bosch helfen auch im dichten innerstädtischen Verkehr mit seinen unterschiedlichen Teilnehmern die Sicherheit zu erhöhen. Das neue Kollisionswarnsystem für Stadt- und Straßenbahnen der Bosch Engineering GmbH erfasst mit jeweils einem Radar- und Videosensor Fahrzeuge, Busse, benachbarte Schienenfahrzeuge und feststehende Hindernisse auf dem Schienenweg.


 

  • Elektronische Systeme erhöhen die Sicherheit für Passagiere und entlasten den Zugführer
  • Automobile Sensorkompetenz für Schienenfahrzeuge
  • Prototypen im Praxiseinsatz in Frankfurt und Hannover

„Erkennt das System ein Unfallrisiko, können wir den Fahrer zuverlässig vor gefährlichen Situationen warnen und ihn bestmöglich unterstützen, Kollisionen zu vermeiden“, erklärt Bernhard Bihr, Geschäftsführer der Bosch Engineering GmbH. „Die Sicherheit der Passagiere und Bahnfahrer wird deutlich erhöht.“ Darüber hinaus trägt das System dazu bei, Ausfallzeiten und Folgekosten durch Unfälle zu vermeiden. Seit Anfang 2014 sind erste Straßenbahnen der üstra Hannoverschen Verkehrsbetriebe AG und der VerkehrsGesellschaft Frankfurt am Main mit dem System ausgestattet und werden im Alltag getestet. Die gewonnen Daten helfen den Ingenieuren aus Abstatt, das System für den Start der Serienproduktion im Jahr 2015 weiter zu perfektionieren.

Sensoren erhöhen die Sicherheit

Das Kollisionswarnungssystem besteht aus der Kombination eines Videosensors und eines Radarsensor mit einer leistungsfähigen Recheneinheit. Hier nutzt Bosch seine Kompetenzen aus der automobilen Großserienfertigung. Ausgestattet mit einer neuen, anwendungsspezifischen Software profitieren nun auch Stadt- und Straßenbahnen vom Unfallvermeidungspotenzial dieses Assistenzsystems. Warum zwei unterschiedliche Sensoren? Die Multi-Purpose-Kamera erfasst den Schienenverlauf. Der Mid-Range-Radar, der mit einem Öffnungswinkel von bis zu 70 Grad bis zu 160 Meter weit reicht, registriert andere Bahnen im weiteren Schienenverlauf und auch die Positionen und Geschwindigkeiten von Pkws, Lkws und Bussen in der Umgebung. Neben beweglichen Hindernissen detektiert das Radarsystem auch feststehende Objekte, zum Beispiel Prellböcke. Die leis¬tungsfähige Software der Rail Control Unit wertet die Sensorinformationen zusammen mit weiteren Daten, wie der Geschwindigkeit der Bahn, aus. Erkennt es daraus eine kritische Annäherung, warnt das System den Fahrer optisch und akustisch. Die Sensoren des neuen Systems arbeiten bei jeder Tages- und Nachtzeit und nahezu bei jedem Wetter. Erste Straßenbahnen in Frankfurt und Hannover haben das System bereits seit Januar 2014 an Bord und liefern wertvolle Praxisdaten. Der Serienstart ist für Mitte 2015 geplant. Dann kann das System sowohl direkt in neue Stadt- und Straßenbahnen eingebaut als auch nachgerüstet werden.

Entwicklungspartner für die Bahnindustrie

Bosch Engineering bietet umfangreiche und kundenindividuelle Systeme und Komponenten in den Bereichen Geschwindigkeits- und Umfelderfassung, Lokführer-Assistenzsysteme, Motormanagement und Abgasnachbehandlung für Schienenfahrzeuge an. Dabei greifen die Spezialisten der Bosch-Tochter auf das Entwicklungs-Know-how und die erprobte Großserientechnik von Bosch zurück. Die Ingenieure aus Abstatt entwickeln für die Funktionen anwendungs- und kundenspezifisch das Konzept, passen die Software der Sensoren an und unterstützen bei der Erprobung sowie Zulassung des Gesamtsystems. Durch den Einsatz von Radarsensoren in Bahnen und Zügen lassen sich beispielsweise auch Funktionen wie eine Oberleitungsdetektion und Geschwindigkeitsbestimmung über Grund realisieren. Für den Antriebsstrang von Schienenfahrzeugen bietet Bosch Engineering zudem Entwicklungsdienstleistungen für das Motormanagement und für die Abgasnachbehandlung. Die Systeme und Komponenten erhöhen die Sicherheit und ermöglichen reduzierte Betriebskosten und mehr Leistung bei geringen Emissionen.


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Radar- und Videosensoren als Beifahrer

Automatisierung und Fahrerassistenzsysteme von Bosch helfen auch im dichten innerstädtischen Verkehr mit seinen unterschiedlichen Teilnehmern die Sicherheit zu erhöhen. Das neue Kollisionswarnsystem für Stadt- und Straßenbahnen der Bosch Engineering GmbH erfasst mit jeweils einem Radar- und Videosensor Fahrzeuge, Busse, benachbarte Schienenfahrzeuge und feststehende Hindernisse auf dem Schienenweg.


 

  • Elektronische Systeme erhöhen die Sicherheit für Passagiere und entlasten den Zugführer
  • Automobile Sensorkompetenz für Schienenfahrzeuge
  • Prototypen im Praxiseinsatz in Frankfurt und Hannover

„Erkennt das System ein Unfallrisiko, können wir den Fahrer zuverlässig vor gefährlichen Situationen warnen und ihn bestmöglich unterstützen, Kollisionen zu vermeiden“, erklärt Bernhard Bihr, Geschäftsführer der Bosch Engineering GmbH. „Die Sicherheit der Passagiere und Bahnfahrer wird deutlich erhöht.“ Darüber hinaus trägt das System dazu bei, Ausfallzeiten und Folgekosten durch Unfälle zu vermeiden. Seit Anfang 2014 sind erste Straßenbahnen der üstra Hannoverschen Verkehrsbetriebe AG und der VerkehrsGesellschaft Frankfurt am Main mit dem System ausgestattet und werden im Alltag getestet. Die gewonnen Daten helfen den Ingenieuren aus Abstatt, das System für den Start der Serienproduktion im Jahr 2015 weiter zu perfektionieren.

Sensoren erhöhen die Sicherheit

Das Kollisionswarnungssystem besteht aus der Kombination eines Videosensors und eines Radarsensor mit einer leistungsfähigen Recheneinheit. Hier nutzt Bosch seine Kompetenzen aus der automobilen Großserienfertigung. Ausgestattet mit einer neuen, anwendungsspezifischen Software profitieren nun auch Stadt- und Straßenbahnen vom Unfallvermeidungspotenzial dieses Assistenzsystems. Warum zwei unterschiedliche Sensoren? Die Multi-Purpose-Kamera erfasst den Schienenverlauf. Der Mid-Range-Radar, der mit einem Öffnungswinkel von bis zu 70 Grad bis zu 160 Meter weit reicht, registriert andere Bahnen im weiteren Schienenverlauf und auch die Positionen und Geschwindigkeiten von Pkws, Lkws und Bussen in der Umgebung. Neben beweglichen Hindernissen detektiert das Radarsystem auch feststehende Objekte, zum Beispiel Prellböcke. Die leis¬tungsfähige Software der Rail Control Unit wertet die Sensorinformationen zusammen mit weiteren Daten, wie der Geschwindigkeit der Bahn, aus. Erkennt es daraus eine kritische Annäherung, warnt das System den Fahrer optisch und akustisch. Die Sensoren des neuen Systems arbeiten bei jeder Tages- und Nachtzeit und nahezu bei jedem Wetter. Erste Straßenbahnen in Frankfurt und Hannover haben das System bereits seit Januar 2014 an Bord und liefern wertvolle Praxisdaten. Der Serienstart ist für Mitte 2015 geplant. Dann kann das System sowohl direkt in neue Stadt- und Straßenbahnen eingebaut als auch nachgerüstet werden.

Entwicklungspartner für die Bahnindustrie

Bosch Engineering bietet umfangreiche und kundenindividuelle Systeme und Komponenten in den Bereichen Geschwindigkeits- und Umfelderfassung, Lokführer-Assistenzsysteme, Motormanagement und Abgasnachbehandlung für Schienenfahrzeuge an. Dabei greifen die Spezialisten der Bosch-Tochter auf das Entwicklungs-Know-how und die erprobte Großserientechnik von Bosch zurück. Die Ingenieure aus Abstatt entwickeln für die Funktionen anwendungs- und kundenspezifisch das Konzept, passen die Software der Sensoren an und unterstützen bei der Erprobung sowie Zulassung des Gesamtsystems. Durch den Einsatz von Radarsensoren in Bahnen und Zügen lassen sich beispielsweise auch Funktionen wie eine Oberleitungsdetektion und Geschwindigkeitsbestimmung über Grund realisieren. Für den Antriebsstrang von Schienenfahrzeugen bietet Bosch Engineering zudem Entwicklungsdienstleistungen für das Motormanagement und für die Abgasnachbehandlung. Die Systeme und Komponenten erhöhen die Sicherheit und ermöglichen reduzierte Betriebskosten und mehr Leistung bei geringen Emissionen.

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