Bundesprogramm Humus: FNR übernimmt die Projektträgerschaft

Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR) übernimmt zum 1. August 2025 die Projektträgerschaft für das Bundesprogramm Humus. Das Programm wurde vom Bundeslandwirtschaftsministerium (BMLEH) initiiert und zielt darauf ab, das Kohlenstoffspeicherpotenzial landwirtschaftlicher Böden stärker zu nutzen. Ein erster Förderaufruf im Rahmen des Programms befindet sich in Vorbereitung.


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Der Humus in Böden ist der größte terrestrische Speicher für organischen Kohlenstoff. Weltweit speichern Böden mehr Kohlenstoff als die oberirdische Vegetation und mehr als die Atmosphäre. Den Humusgehalt unserer Böden zu erhalten und im Idealfall zu steigern, ist deshalb für den Klimaschutz von großer Bedeutung.

Aktuell werden im Bundesprogramm Humus 36 Projekte mit rund 35,5 Millionen Euro gefördert. Schwerpunkt bilden Modell- und Demonstrationsvorhaben, um das Wissen in die Breite der landwirtschaftlichen Praxis zu tragen. Zusätzlich können Forschungs- und Entwicklungsvorhaben Fördermittel erhalten, die neue, praxisrelevante Kenntnisse über eine humuserhaltende und humusmehrende Landwirtschaft generieren. Schließlich sind auch Projekte förderfähig, die sich der wissenschaftlichen Begleitung und Datenerhebung sowie der Modellentwicklung widmen. 

Neue Projektskizzen und Projektanträge nimmt die FNR ab sofort entgegen. Die fördertechnische Grundlage dafür ist das Förderprogramm „Nachhaltige Erneuerbare Ressourcen“ (FPNR) des BMLEH. Informationen zur Projektförderung stehen auf https://foerderung.fnr.de/ bereit. 

Ansprechpartner bei der FNR zum Bundesprogramm Humus:

Simon Busse
Tel.: +49 3843 6930-378
E-Mail: s.busse(bei)fnr.de 

Hintergrund: 

Das Bundesprogramm Humus wurde im Jahr 2021 im Rahmen des Klimaschutzprogramms 2030 der Bundesregierung vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat initiiert. Die Projektträgerschaft geht aus organisatorischen Gründen von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) auf die FNR über.

Humus ist für das Bodenleben, die Bodenfruchtbarkeit, den Wasserhaushalt und die Erosionsminderung zentral. Als Kohlenstoffspeicher spielt Humus auch eine wichtige Rolle beim Klimaschutz. 

In Deutschland sind in landwirtschaftlich genutzten Acker- und Grünlandböden in einer Tiefe bis 1 m etwa 2,5 Mrd. Tonnen Kohlenstoff gespeichert (Bodenzustandserhebung, Thünen Institut 2018) und damit mehr als doppelt so viel wie im Baumbestand unserer Wälder.

Wenn Böden organischen Kohlenstoff verlieren, entsteht dabei das Treibhausgas Kohlendioxid (CO2). Dieser Abbauprozess – die sogenannte Mineralisierung – wird durch den Klimawandel zusätzlich beschleunigt.

FNR Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V.