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Sachsen ist auf diesem Weg seit Jahren konsequent vorangegangen. Mit dem modernen Kreislaufwirtschaftsplan und der ergänzenden Landesstrategie »Kreislaufwirtschaft statt Wegwerfgesellschaft« hat auch der Freistaat die strategischen Weichen gestellt.
»Das Bundesaktionsprogramm stärkt den gesamtstaatlichen Rahmen, der für eine Beschleunigung der Transformation von einer linearen Abfallwirtschaft hin zu einer echten Kreislaufwirtschaft notwendig ist und gibt damit entscheidende Impulse für Innovationen und neue Geschäftsmodelle. Aus Abfällen werden hochwertige Ressourcen – und ihre Rückgewinnung und Nutzung schaffen zukunftsfähige Arbeitsplätze«, betont Wirtschaftsminister Dirk Panter.
Kernelemente des Bundesaktionsprogramms sind die Gewinnung von Sekundärrohstoffen, die Ressourcenschonung und der Umweltschutz.
Sächsischer Kreislaufwirtschaftsplan als solides Fundament
Mit seinem Kreislaufwirtschaftsplan verfolgt Sachsen bis 2032 ehrgeizige Ziele: Die jährliche Restabfallmenge pro Kopf soll von 122 auf 105 kg sinken, der kommunal erfasste Bioabfall von 77 auf rund 90 kg pro Einwohner und Jahr steigen und die Recyclingquoten durch verbesserte Sortierung und Aufbereitung spürbar angehoben werden. Zudem setzt der Plan auf das Prinzip der Standortnähe bei der Restabfallbehandlung und die Reduzierung grenzüberschreitender Abfallverbringungen auf ein rechtlich gebotenes Minimum.
Landesstrategie Kreislaufwirtschaft: Vom Plan zur Praxis
Die Landesstrategie Kreislaufwirtschaft ergänzt den Plan um konkrete Maßnahmen für Recycling, Abfallvermeidung, Wiederverwendung und ressourcenschonendes Produkt- und Prozessdesign. Besondere Schwerpunkte liegen auf der Nutzung von Recyclingbaustoffen, der Minimierung der Deponierung mineralischer Abfälle, der Stärkung von Reparaturangeboten sowie der Entwicklung innovativer Technologien in der Kreislaufwirtschaft.
Förderoffensive Kreislaufwirtschaft
Bis einschließlich 2027 stehen für Maßnahmen der Kreislaufwirtschaft ca. 73 Millionen Euro aus EU- und Landesmitteln zur Verfügung. Die Förderung wird aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), aus dem Fonds für einen gerechten Übergang (Just Transition Fund, JTF) und sächsischen Landesmitteln finanziert. Die Förderrichtlinie wendet sich an sächsische Unternehmen und Kommunen.
Wirtschaftsminister Dirk Panter: »Mit der Förderrichtlinie Kreislaufwirtschaft unterstützen wir die Gewinnung von Sekundärrohstoffen und die Umstellung auf ressourceneffiziente Technologien. Wer Ressourcen schont und Wertstoffe intelligent im Kreislauf hält, schützt die Umwelt und sichert zugleich Arbeitsplätze. Wir sehen in einer modernen Kreislaufwirtschaft erhebliche Potentiale für künftige Wertschöpfungen in Sachsen.«