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Bundesminister Patrick Schnieder, der selbst nicht hatte anreisen können, hatte sich vorab schriftlich geäußert: „Elektrobusse sind ein zentraler Baustein für einen klimafreundlichen ÖPNV. Mit Unterstützung unserer Förderung investiert Freising in moderne Infrastruktur sowie saubere, leise und innovative E-Busse und vollzieht damit den Wechsel auf klimafreundliche Antriebe im ÖPNV.“ Er freue sich, dass das Bundesverkehrsministerium dieses Projekt mit rund 8 Millionen Euro fördert. „Die Freisinger Stadtwerke beweisen, dass der Umstieg auf E-Busse funktioniert und viele Vorteile bringt – für die Fahrgäste ebenso wie für Klima und Umwelt.“
Zur Vorstellung der Busse hatte die PVG am Montag zu einer Besichtigung der Busse und zu einer Stadtrundfahrt eingeladen. Geschäftsführer Andreas Voigt begrüßte dabei Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher, viele Mitglieder des Freisinger Stadtrates sowie die Projektpartner MAN, MVV und den Busbetreiber OMNY. Er dankte ihnen ausdrücklich für die gute Zusammenarbeit, die dieses große Projekt ermöglicht habe. Freising, das schon in der Vergangenheit Vorreiter bei neuen Antriebstechniken war, als es eine Erdgasbusflotte eingesetzt hatte, schaffe nun den Umstieg auf die Elektromobilität. Er sei überzeugt, dass diese sich durchsetzen würde, so Andreas Voigt.
"Die Freisinger Stadtwerke beweisen, dass der Umstieg auf E-Busse funktioniert und viele Vorteile bringt – für die Fahrgäste ebenso wie für Klima und Umwelt."
Bundesminister Patrick Schnieder
Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher freute sich besonders, dass die Qualität des Öffentlichen Nahverkehrs in Freising nun massiv ausgebaut werde. „Wir setzen auf ein besseres Netz und einen dichteren Takt.“ Wegweisend sei, dass gleich die gesamte Flotte umgestellt würde. Er dankte ausdrücklich dem gesamten Stadtrat, der die Entscheidung dafür mitgetragen hatte. „Eine Invesition in die Zukunft, die im Moment wehtut, aber richtig war“. Dass der Busbetriebshof in eigenen Händen ist, sei ebenfalls eine gute Entscheidung gewesen.
Dr. Bernd Rosenbusch, Geschäftsführer des MVV, hat bisher sehr gute Erfahrungen mit E-Bussen gemacht. Bei aller Skepsis, die immer noch bestehe – „die E-Mobilität – sie funktioniert!“ Und sie komme nicht nur bei denen gut an, die die Busse nutzen, - „bei denen sowieso“ - sondern auch bei allen anderen, weil die Busse umweltfreundlich sind, leiser und sauberer.
Die Freisinger E-Busflotte besteht aus 29 Fahrzeugen des Herstellers MAN, neun davon sind 10 Meter und 20 sind 12 Meter lang. Der Strom hierfür wird zu 100 Prozent regenerativ erzeugt. Ab dem Fahrplanwechsel kommen die neuen Busse, neue Zeiten und ein neues Liniennetz. Das Fahrplanangebot wird sich um zirka 30 Prozent steigern, von rund 1.120.000 gefahrenen Kilometern auf zukünftig 1.480.000 Kilometer pro Jahr. Robert Katzer, Vertriebsleiter von MAN, dankte für das Vertrauen gegenüber ihnen als Hersteller und für diesen wichtigen Schritt auf dem „Weg der Transformation, hin zu 100 Prozent E-Mobilität.“
Mit OMNY wurde ein neuer Partner gefunden, der das Busangebot ab 14. Dezember fahren wird. Hinter dem Busunternehmen steht die ecoVista-Gruppe, die insgesamt über 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an 12 Niederlassungen in Deutschland beschäftigt und täglich ungefähr 400 Busse bewegt. Geschäftsführer Michael Bader freut sich schon darauf. „Wir wollen Freisinger werden.“
Das Projekt „E-Bus-Flotte mit E-Ladepunkte für den Stadtbusverkehr Freising“ wird im Rahmen der „Richtlinie zur Förderung von Bussen im Personenverkehr“ mit insgesamt 8.058.000 Euro durch das Bundesministerium für Verkehr (BMV) gefördert. Fördermittel dieser Maßnahme werden auch im Rahmen des Deutschen Aufbau- und Resilienzplans (DARP) über die europäischen Aufbau- und Resilienzfazilitäten (ARF) im Programm NextGenerationEU bereitgestellt. Die Förderrichtlinie wird von der NOW GmbH koordiniert und durch den Projektträger Jülich (PtJ) umgesetzt.