Themennetzwerk: Abfallbehälter
Speiseöle und -fette aus Privathaushalten getrennt erfassen und als Wertstoff erschließen
04.09.2026 | 08:30 - 10:00Webinarnummer: 0552000600
Gebühr: 160.00 € zzgl. MwSt.
Gebühr für Themennetzwerke-Mitglieder: 130.00 € zzgl. MwSt.
Grundlagen, Praxisbeispiele und Umsetzungsschritte für die flächendeckende Einführung. Wie Kommunen und Wertstoffhöfe gebrauchte Speiseöle und -fette wirksam erfassen können. Sammlung, Kommunikation und Verwertung gebrauchter Speiseöle und -fette.
Über das Webinar
Genutzte Speiseöle und -fette aus Privathaushalten stellen einen bislang nur unzureichend erschlossenen Stoffstrom dar. Das Webinar zeigt, welche abfallwirtschaftliche, infrastrukturelle und klimapolitische Relevanz dieser Fraktion zukommt und unter welchen organisatorischen, logistischen und kommunikativen Voraussetzungen eine getrennte Erfassung im kommunalen Kontext tragfähig aufgebaut werden kann. Im Mittelpunkt stehen die Ursachen und Folgen der Fehlentsorgung, die Mengenpotenziale in Privathaushalten sowie die Anforderungen an ein System, das Erfassung, Bereitstellung, Annahme, Transport und Verwertung verlässlich miteinander verknüpft. Behandelt werden damit nicht nur Fragen der Sammlung selbst, sondern auch der Schnittstellen zu Wertstoffhof, Öffentlichkeitsarbeit, kommunaler Steuerung und nachgelagerter Verwertung.
Anhand eines Praxisbeispiels wird nachvollziehbar, wie ein solches Modell im größeren Maßstab eingeführt werden kann, welche betrieblichen Rahmenbedingungen zu beachten sind und welche Faktoren über Akzeptanz, Beteiligung und Verstetigung entscheiden. Das Webinar unterstützt kommunale Betriebe und öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger dabei, die getrennte Erfassung gebrauchter Speiseöle und -fette fachlich fundiert zu bewerten, realistisch zu planen und in bestehende Stoffstrom- und Servicekonzepte einzuordnen.
Webinarinhalt
- Warum gebrauchte Speiseöle und -fette aus Privathaushalten stärker in den Blick rücken.
- Mengenpotenziale, Stoffstromrelevanz und ökologische Bedeutung.
- Fehlwürfe und Fehlentsorgung: Folgen für Kanalisation, Abwassertechnik und Entsorgungssysteme.
- Anforderungen an eine getrennte Erfassung in privaten Haushalten.
- Bausteine eines praxiserprobten Sammel- und Verwertungskonzepts.
- Organisation der Sammlung: Behälter, Logistik, Annahme und Nachverfolgung.
- Kommunikation mit Bürgerinnen und Bürgern: Akzeptanz schaffen und Beteiligung fördern.
- Verwertungsperspektiven: Biodiesel, Biomethan und weitere energetische Nutzungspfade.
- Nutzen für öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger, Wertstoffhöfe und Kommunen.
- Voraussetzungen für die Einführung vor Ort.
- Umsetzungsschritte von der ersten Planung bis zum Regelbetrieb.
Referenten und Moderation
Friedrich Hautkapp
Friedrich Hautkapp
Friedrich Hautkapp, Geschäftsführer der ReFood GmbH & Co. KG, verantwortet die strategische Entwicklung des Unternehmens und treibt innovative Lösungen für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft voran. Sein Fokus liegt unter anderem auf praxistauglichen, nachhaltigen Konzepten für Kommunen, Wertstoffhöfe und den Handel. (Selm)
Matthias Schneider
Matthias Schneider
Matthias Schneider, Technischer Abteilungsleiter, Eigenbetrieb Abfallwirtschaft Rheingau-Taunus-Kreis (Aarbergen)
Yelena Znamenacek-Ebert
Yelena Znamenacek-Ebert
Yelena Znamenacek‑Ebert ist Projektmanagerin des Projekts MADUR – Mit Altfetten die Umwelt retten bei der ReFood GmbH & Co. KG. Sie verantwortet die konzeptionelle Weiterentwicklung, Koordination und Umsetzung des Projekts in Zusammenarbeit mit Kommunen und Wertstoffhöfen. (Selm)