Hundeleine im Vogelschutzgebiet Pflicht

©Thomas Weinstock/ Kreis Soest
©Thomas Weinstock/ Kreis Soest

Lange Spaziergänge in der Natur sind gesund und in diesen Tagen ein willkommener Ausgleich

Untere Naturschutzbehörde wünscht sich harmonisches Miteinander
Auch in Zeiten von Corona gilt vom 1. März bis zum 31. Juli die im NRW-Landesnaturschutzgesetz seit 2016 geregelte Anleinpflicht in Vogelschutzgebieten.


Voller Zugriff auf den Tagesanzeiger – Registrieren Sie sich jetzt kostenlos!

Um den vollständigen Artikel im Tagesanzeiger zu lesen, melden Sie sich bitte in Ihrem Themennetzwerke®-Konto an. Die Registrierung bei Themennetzwerke® ist kostenlos und ermöglicht Ihnen den vollständigen Zugang zum Tagesanzeiger und vielem mehr.

Falls Sie den Tagesanzeiger bereits auf kommunalwirtschaft.eu abonniert hatten und davor keinen Themennetzwerke® Account registriert hatten, dann klicken Sie auf den folgenden Link, um Ihr Passwort zu Ihrer bereits registrierten E-Mail-Adresse hinzuzufügen: Passwort für kommunalwirtschaft.eu Abonnenten hinzufügen

Jetzt einloggen Kostenlos registrieren

Darauf weist die Untere Naturschutzbehörde des Kreises hin. Diese Bestimmung wirkt sich für Hundehalterinnen und Hundehalter im Kreis Soest besonders aus, da viele von ihnen in ihrer Nachbarschaft zum Beispiel auf das großräumige Vogelschutzgebiet Hellwegbörde treffen.

Lange Spaziergänge in der Natur sind gesund und in diesen Tagen ein willkommener Ausgleich. Allerdings ist in den vergangenen Wochen nicht nur eine hohe Frequenz an Menschen in der Natur zu beobachten, es wurden auch gehäuft hitzige Diskussionen aufgrund freilaufender Hunde gemeldet. Daher ruft Heiko Hoffmann von der Unteren Naturschutzbehörde, als Landschaftsökologe zuständig für die Umsetzung des Vogelschutzmaßnahmenplans Hellwegbörde, zu mehr Besonnenheit und zu Rücksicht auf die heimische Tierwelt auf: „Durch das Vorkommen der stark bedrohten Vogelarten Kiebitz, Grauammer und Wiesenweihe hat der Kreis Soest eine besondere Verantwortung.“ Besonders diese bodenbrütenden Arten benötigten Schutz. Sie seien durch am Boden jagende Räuber wie zum Beispiel Füchse oder Waschbären und durch Flächenverluste selten geworden. Niemand sollte deshalb seinen Hund in der Brutzeit auf Feldern und Wiesen stöbern, spielen oder laufen lassen. „Ein häufiges Aufscheuchen der Elternvögel vom Nest kann zum Auskühlen der Eier führen. Sogar junge Feldhasen und Rehkitze können schon durch das Hetzen zu Tode kommen“, so Hoffmann.

Deshalb gelte die Bitte, auch in diesen turbulenten Zeiten ein vernünftiges Miteinander zu pflegen sowie Hunde grundsätzlich nicht in Natur- und Vogelschutzgebieten frei laufen zu lassen. Heiko Hoffmann kann nachvollziehen, dass die gesetzliche Anleinpflicht und damit verbunden mögliche Geldbußen als Einschränkung für Hundehalter und Hunde empfunden werden. „Diese Regelungen helfen jedoch, in der Brutzeit Störungen zu vermindern“, wirbt er um Verständnis.

Die genaue Abgrenzung der Natur- und Vogelschutzgebiete im Kreis Soest können auf Karten im Netz unter www.kreis-soest.de nachvollzogen werden. Einfach „Vogelschutzgebiet“ ins Suchfeld eingeben.

Kreis Soest direkter Link zum Artikel