Rund 4000 Quadratmeter Blühwiesen sichern im Stadtgebiet Hanau den Lebensraum von Pflanzen und Tieren

Rund 4000 Quadratmeter Blühwiesen sichern im Stadtgebiet Hanau den Lebensraum von Pflanzen und Tieren
Rund 4000 Quadratmeter Blühwiesen sichern im Stadtgebiet Hanau den Lebensraum von Pflanzen und Tieren

Für Vögel sind die Samen eine wichtige Nahrungsquelle

Für Insekten wie Schmetterlinge, Wildbienen und Hummeln sind Wiesen mit blühenden Blumen und Kräutern als Lebensraum und Nahrungsquelle lebenswichtig.


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Für Vögel sind die Samen eine wichtige Nahrungsquelle. Bienen und andere Kleininsekten wiederum bestäuben rund 80 Prozent der einheimischen Pflanzen, darunter die meisten Obst- und Gemüsesorten für die Ernährung des Menschen. „Daher liegt es nahe diesen Geschöpfen ihren Lebensraum nachhaltig zu sichern“, sagt Stadtrat Thomas Morlock.

Dabei hat er die Blühwiese in der Großauheimer Lindenau im Blick. Zu dieser bunten Mischung zählen Schafgarbe, Dill, Boretsch, Ringelblume, Flockenblume, Möhre, Natterkopf, Sonnenblume, Malve, Luzerne, Nachtkerze, Klatschmohn, Leinkraut und weitere – oft bis zu 50 verschiedene, jedoch keine Gräser.

Von diesen Blühwiesen hat der städtische Eigenbetrieb Hanau Infrastruktur Service (HIS) mehr als 20 im Stadtgebiet angelegt, darunter an der Rodenbacher Chaussee, an der Ecke Nordstraße/ Sandeldamm, in den Francois-Gärten, der Theodor-Fontane-Straße und an der Kompostieranlage in der Fasaneriestraße. „Insgesamt rund 4000 Quadratmeter städtische Fläche haben wir allein in diesem Jahr zum Insekten- und Vogelrefugium gemacht“, bilanziert HIS-Betriebsleiter Markus Henrich.

Hinzu kommt, dass HIS auf allen Hanauer Friedhöfen die Pflege eines Teils der Grünflächen umgestellt hat. „Auch dort wird nicht mehr regelmäßig gemäht, sondern nur zwei- bis dreimal im Jahr“, erklärt Henrich. Daran müsse sich mancher Bürger erst gewöhnen, wie er aus vereinzelten Reaktionen schließe. „Aber zum Wohl der Artenvielfalt erscheint das absolut geboten“, unterstreicht Stadtrat Morlock.

Er verweist darauf, dass HIS im Straßenbegleitgrün schon seit Jahr und Tag in vielen Beeten Stauden pflanze. „Das dient als Insekten- und Bienenweide, zudem ist es beim Vorbeifahren oder -gehen immer wieder schön anzusehen.“

Besondere Freude bereitet HIS-Betriebsleiter Henrich der Blick auf die Blühwiese, wenn er aus seinem Büro auf den Hessen-Homburg-Platz schaut. Dort siedelte sich zunächst ein Feldhase an, nun sei ein zweiter hinzugekommen. „Mit unserem Engagement sichern wir damit einer bedrohten Tierart auch mitten in der Stadt den Lebensraum“, so Henrich abschließend.

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