Deutsche Umwelthilfe fordert EU-weites Verkaufsverbot für Einweg-E-Zigaretten

Nach halbherzigen Vorschlägen von Thüringen und Niedersachsen zu Recycling und Bepfandung

Angesichts wachsender Müllberge und Umweltprobleme durch Einweg-E-Zigaretten sehen sich immer mehr Bundesländer gezwungen zu reagieren:


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So haben die Umweltministerien in Thüringen und Niedersachsen zuletzt auf Recycling verwiesen beziehungsweise für ein Pfandsystem plädiert. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hält diese Vorschläge für nicht ausreichend. DUH-Bundesgeschäftsführerin Barbara Metz kommentiert:

„Einweg-E-Zigaretten sind eine beispiellose Ressourcenverschwendung und gehören deswegen verboten! Der Akku ist fest verbaut und auch die verwendete Flüssigkeit kann nicht nachgefüllt werden. Das macht Einweg-E-Zigaretten zu einem kurzlebigen Wegwerfprodukt – mit fatalen Folgen für die Umwelt. Bei unsachgemäßer Entsorgung in der Natur gehen nicht nur wertvolle Materialien verloren, sondern es können auch Schadstoffe in der Umwelt freigesetzt werden. Landen die E-Zigaretten fälschlicherweise in der gelben Tonne oder im Papiercontainer, können sie durch die enthaltenen Batterien Brände in Entsorgungsanlagen auslösen. Die von Thüringen und Niedersachsen ins Spiel gebrachten Vorschläge zu Recycling und Bepfandung von Einweg-E-Zigaretten setzen an der falschen Stelle an. Zum einen ist die E-Zigarette durch den fest verbauten Akku nur eingeschränkt recyclingfähig und zum anderen sollte Einwegmüll – ob elektronisch oder nicht – in erster Linie vermieden werden. Das gilt erst recht, weil es für Verdampfer bereits nachfüllbare Mehrwegalternativen gibt. Deshalb fordern wir ebenso wie Bundesumweltministerin Lemke ein EU-weites Verkaufsverbot für Einweg-E-Zigaretten. Durch Anpassungen in der EU-Ökodesign-Verordnung und der Einwegkunststoffrichtlinie ist das rechtlich einfach umsetzbar.“

DUH Deutsche Umwelthilfe e.V. direkter Link zum Artikel