Umweltminister Stefan Wenzel stellt Nachhaltigkeitsstrategie vor

Umwelt, Soziale und wirtschaftliche Interessen in Einklang bringen – Kein langfristiges Wohlergeben ohne Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen

Umweltminister Stefan Wenzel hat am Montag die neue Nachhaltigkeitsstrategie für das Land Niedersachsen vorgestellt.


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„Wir verpflichten uns darin, unser Regierungs- und Verwaltungshandeln auf das Prinzip der Nachhaltigkeit auszurichten. Alle Entscheidungen und Maßnahmen der Regierung sollen sowohl die Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung als auch auf die Stärkung der sozialen Gerechtigkeit und den Schutz der Natur berücksichtigen", sagte der Minister in einem Pressegespräch im Rahmen der Auftaktveran­staltung in Lüneburg.

Der traditionelle Versuch, die Entwicklung einer Gesellschaft ausschließlich mit dem statistischen Wert des Bruttoinlandsproduktes zu beschreiben, sei nicht zielführend. "Das Bruttoinlandsprodukt ist blind für gesellschaftliche Fehlentwicklungen", so Wenzel, "Wer sich dem Wohlergehen künftiger Generationen verpflichtet fühlt, muss zugleich die Entwicklung der natürlichen Lebensgrundlagen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt im Blick haben." Diese Gegensätze zeigten sich auch in Niedersachsen: Während die Wirtschafts­kraft weiter wachse, seien bei der Artenvielfalt von Pflanzen und Tieren bedrohliche Rückgänge zu verzeichnen. Künftige Wohlfahrtsindikatoren müssten die Entwicklung der Gesellschaft ganzheitlich abbilden.

"Mir liegt das Thema Nachhaltigkeit sehr am Herzen. Vor dreißig Jahren stellte die damalige Ministerpräsidentin von Norwegen Gro Harlem Brundtland ihr Konzept zur Generationen­gerechtigkeit vor und löste damit den bis heute anhaltenden weltweiten Diskurs über die Notwendigkeit einer nachhaltigen Entwicklung aus. Deshalb freue ich mich, dass die Strategie hier in Lüneburg zuerst vorgestellt wird" sagte die Landesbeauftragte für regionale Landesentwicklung Jutta Schiecke.

In einer Broschüre mit über 150 Seiten beschreibt die Strategie 26 Handlungsfelder und 60 Indikatoren. Dazu gehören zum Beispiel der Anteil der Erneuerbaren Energien, die Wasser­qualität, die Ausbildung der Bevölkerung, die Arbeitslosenquote und viele andere Kriterien mehr. Im längerfristigen Vergleich können die Indikatoren wichtige Hinweise auf Handlungs­bedarf und gesellschaftliche Fehlentwicklungen geben.

Die Nachhaltigkeitsstrategie wurde in intensiver Zusammenarbeit aller Ressorts und der Staatskanzlei erarbeitet und im Mai vom Kabinett beschlossen. In zwei Jahren soll dazu ein bilanzierender Fortschrittsbericht erarbeitet werden.

Umweltminister Stefan Wenzel stellt Nachhaltigkeitsstrategie vor - Anhang 1
Niedersächsisches Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz direkter Link zum Artikel